Das romantische Fischerdorf Groß Zicker

Unser kleiner Ort Groß Zicker sieht genauso aus, wie sich unsere Gäste ein altes Fischerdorf vorstellen: Kleine reetgedeckte Bauernhäuser, ein Fischerhafen, eine Backsteinkirche für Seemannsleute, die auf einem Fundament großer Findlinge steht, und natürlich die Einheimischen, denen typisch norddeutsch kein Stress dieser Welt etwas anhaben kann. Doch der Reihe nach.

Groß Zicker ist ein kleiner, seit dem 12. Jahrhundert bestehender Ort welcher am "Zicker See" gelegen ist. Der Ortsname ist vom slawischen "Sikor" abgeleitet und bedeutet soviel wie "Meisenort". Ein großer Teil der alten Häuser steht komplett unter Denkmalschutz und erfreut heute jeden Besucher. Das bekannteste Gebäude dürfte das alte Pfarrwitwenhaus, ein Lehmfachwerkhaus aus dem Jahre 1723, sein, dessen weit ausladendes Rohrdach fast den Boden berührt. Diese ungewöhnliche Bauart wurde durch niedersächsische Einwanderer im 12.Jh. eingeführt und ist heute unter dem Namen Zuckerhutstil bekannt. Es ist ein typisches niederdeutsches Hallenhaus und zählt zu den ältesten auf Rügen erhalten gebliebenen Häusern. Heute kann es als Museum besucht werden. Im Sommer finden hier regelmäßig Lesungen und Konzerte statt.

Ein weiteres historisches Baudenkmal ist die spätgotische Backsteinkirche (ca. 1360 erbaut) mit ihren bemerkenswerten bunten Glasfenstern. Zu den Sehenswürdigkeiten dieser Kirche gehören weiterhin ein ca. 500 Jahre alter Sakramentsschrein, der aus einem Eichenstamm gehauen wurde; und ein Radleuchter in der Mitte der Kirche. Dieser ist ein Geschenk der Lotsen von Thiessow aus dem Jahre 1868. In Groß Zicker gibt es einen kleinen Fischereihafen, wo es Ihnen ganz bestimmt möglich ist, frisch geräucherten Fisch aus der Räuchertonne zu erwerben.
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