Die Insel Rügen

Das bekannte und traditionsreiche Ostseebad Binz verströmt die Eleganz und den Charme der Jahrhundertwende (19./20. Jh.). Die Vielzahl gut erhaltener Villen im Stil der Bäderarchitektur versetzt die Besucher in eine andere Zeit. In den Sommermonaten herrscht in Binz reger Trubel. Die Hauptstraße, die die meisten Geschäfte beherbergt, ist ein lebhafter Ort. Zahlreiche kleine Läden bieten Bernsteinschmuck in allen Variationen, Keramik, Equipment für den Strand und natürlich Mode an. Daneben gibt es auch zahlreiche Restaurants und Cafes.

Auch Kap Arkona gehört zu den sehr bekannten Ausflugszielen der Insel Rügen. Die Leuchttürme gehören, wie die weißen Seebrücken der Ostseebäder, zu Rügens Wahrzeichen. Kap Arkona ist ein Flächendenkmal und umfasst das historische Fischerdorf Vitt, die Ausgrabungsstätte Jaromarsburg und die berühmten Leuchttürme. Hier haben Sie einen tollen Weitblick und können auch an Sturmwanderungen rund ums Kap teilnehmen.

Die prachtvollen Villen des Ostseebades Sellin entstanden in seiner Blütezeit zwischen 1896 und 1912. In dieser Zeit wurde auch die Wilhelmstraße angelegt, auf der sich die schönsten Villen Sellins befinden. Hier liegen die meisten Hotels und Geschäfte des Ortes. Viele haben schöne Terrassen, von denen man den herrlich pittoresken Baustil der Bäderarchitektur bewundern kann. Das Wahrzeichen Sellins, die bekannte Seebrücke, wurde 1998 nach dem historischen Vorbild von 1927 wiedererbaut. Auf der Seebrücke befinden sich ein Cafe, ein Restaurant und ein Standesamt für alle die sich auf Rügen trauen lassen wollen. Man kann herrlich auf der Terrasse sitzen und dem Sonnenuntergang zusehen. Auch bei schlechtem Wetter ist ein Restaurantbesuch eine Attraktion. Dann sieht man beim Essen durch die riesigen Panoramafenster das Meer toben.

Sehr bekannt sind auch die alljährlich im Sommer stattfindenden Störtebeker-Festspiele. Klaus Störtebeker soll als Sohn eines Bauern in Ruschvitz auf Rügen geboren worden sein. Die „Ballade von Klaus Störtebeker“ wurde 1960 erstmals in Ralswiek in Szene gesetzt. 1993 wurde diese Tradition wieder aufgegriffen. Seitdem wird jedes Jahr eine andere Episode aus dem Leben von Klaus Störtebeker gespielt. Die wunderschöne Naturbühne liegt, eingebettet in den Schlosspark, der sich zur Boddenküste neigt, unterhalb des imposanten Schlosses Ralswiek. In dieser malerischen Umgebung zwischen Schloss und Boddengewässer befindet sich die Zuschauertribüne. Die eindrucksvolle Bühnenkulisse beinhaltet ein kleines Hafenbecken, welches sogar die Einbeziehung von Schiffen in das Theaterstück erlaubt.

Wer es lieber ruhiger und klassisch mag, dem ist die Stadt Putbus zu empfehlen. Die heute eher unbekannte kleine Stadt war im 19. Jh. Treffpunkt von Königen und Hochadel und das erste bekannte Seebad der Insel. Die faszinierende Architektur der klassizistischen „weißen Stadt“ wurde um 1810 vom Fürst zu Putbus Wilhelm Malte gestaltet. „Das irdische Paradies“, wie der preußische König Friedrich Wilhelm IV. Putbus bewundernd nannte, entstand innerhalb weniger Jahrzehnte.
Der Circus ist ein weiträumig angelegter Platz mit 15 zwei- bis dreigeschossigen Häusern, die das Areal kreisförmig umschließen. Er wurde 1828 angelegt. In der Mitte steht ein 19 m hoher Obelisk, der die Krone des Fürsten trägt und an die Gründung des Ortes 1810 erinnert. Die 15 weißen Kavaliershäuser wurden ursprünglich für Gäste des Fürsten errichtet.

Wenn man vom Circus rechts in die Alleenstraße abbiegt, führt der Weg in Richtung Marktplatz. Auf der Alleenstraße entdeckt man die 1852/53 von Friedrich August Stüler erbaute Orangerie. Am unteren Markt befindet sich das Theater. Es wurde 1819-1821 nach Entwürfen des fürstlichen Baumeisters Johann Gottfried Steinbach erbaut und bereits 1826 durch Johann Gottfried Steinmeyer umgebaut. Nach langen Sanierungsarbeiten wurde das Haus 1998 wieder eröffnet. Heute bietet es etwa 240 Besuchern Platz.

Der Eingang zum Schlosspark befindet sich gegenüber dem Markt. Der Park wurde etwa 1725 als barocker Lustgarten nach dem Vorbild von Sanssouci angelegt und Anfang des 19. Jh. im Stil eines englischen Landschaftsparks neu gestaltet. Der Park hat eine Größe von ca. 75 ha. Ungefähr 70 Gehölzarten befinden sich darin. Davon sind über 30 seltene ausländische Arten, die sich teilweise bis zu 40 Jahre in der dafür errichteten Orangerie akklimatisieren mussten.

Inmitten des wunderschönen Waldgebietes der Granitz liegt das geichnamige Jagdschloss. Das großartige Jagdrevier war bereits im 14 Jh. bekannt. 1723 ließ Graf Moritz Ulrich I. am Fuße des Tempelberges ein Jagdhaus errichten, das Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus bereits 100 Jahre später abreißen und durch einen Palast ersetzen ließ. Das Jagdschloss, welches seinen Platz auf der höchsten Ebene des Tempelberges fand, wurde nach Plänen von Johann Gottfried Steinmeyer und Karl Friedrich Schinkel errichtet. Erreichen kann man das auf dem Tempelberg (107 m) gelegene Jagdschloss entweder zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Jagdschlossexpress aus Binz. Der schönere Ausflug ist die Fahrt mit dem nostalgischen Dampfzug „Rasender Roland“ bis zur Haltestelle Jagdschloss, um dann einen wunderschönen Spaziergang durch die prächtige Granitz zu unternehmen.

Wer sich im Bereich der Bäderküste aufhält, dem wird das Schnaufen der stündlich verkehrenden Dampflok „Rasender Roland“ bald vertraut sein. Den Namen „Rasender Roland“ erhielt die Schmalspurbahn aufgrund ihrer Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 30 km/h. Die gemütliche Reisegeschwindigkeit und die reizvolle Strecke durch die Granitz und entlang der Ostseebäder machen ihn zum absoluten Touristenliebling.





Ruegen-Logo Informationen zur Insel Rügen wild-east®marketing